Der Magistrat ehrt die besten Sportler der Stadt
KREIS CUXHAVEN. In seinem Heimatland ist er eine Fachkraft, ein ausgebildeter Informatiker. Doch in Deutschland muss der Migrant, der jetzt im Kreis Cuxhaven lebt, als Hilfsarbeiter seinen Lebensunterhalt verdienen. Der Grund ist banal: „Seine Zeugnisse werden nicht anerkannt“, erzählt die Sozialpädagogin Anne Redeker. Sie arbeitet bei der Caritas im Landkreis Cuxhaven und versucht zusammen mit ihrer Kollegin Ute Feldt, Migranten zu helfen. Die Probleme sind vielfältig: „Die eine Gruppe kämpft um Aufenthaltsrechte, die andere um Teilhabe,“ sagt Anne Redeker. Einen ungesicherten Aufenthaltsstatus haben häufig schon länger in Deutschland lebende Migranten, die noch keine deutsche Staatsbürgerschaft erworben haben. Flüchtlinge dagegen sind geduldet, haben aber Schwierigkeiten, eine angemessene Arbeit zu finden. Im Falle des Informatikers aus Bangladesh hoffen die Caritas-Mitarbeiter auf eine Gesetzesinitiative der Bundesregierung. „Die ist auch dringend nötig. Beim weltweiten Kampf um die besten Köpfe droht Deutschland sonst zu verlieren“, warnt Anne Redeker. Mangelnde Sprachkenntnisse seien ein weiteres Problem. „Sprachkurse sollten für jeden möglich sein, unabhängig von seinem Aufenthaltsstatus“, sagt Ute Feldt. Auch EU-Bürger haben Probleme: Personen aus den neuen Ländern, wie beispielsweise Bulgarien, können zwar problemlos einreisen. Sie können aber nur dann arbeiten, wenn sie von einem Arbeitgeber persönlich angefordert werden. Außerdem muss derzeit noch nachgewiesen werden, dass für die Stelle kein Bewerber aus Deutschland zur Verfügung steht. Im Kreis werden die beiden Hauptamtlichen von zahlreichen Ehrenamtlichen unterstützt. Oftmals entstehen Kontakte mit Migranten in der Nachbarschaft oder in der Schule. „Ohne diese Hilfen vor Ort würde es in einem Flächenkreis gar nicht gehen“, sagen Ute Feldt und Anne Redeker. Insgesamt bewegt sich die Ausländerpolitik weg vom Assimilationsgedanken hin zum Dialog. Das wird von der Caritas Cuxhaven unterstützt. Neben praktischen Hilfen im Alltag oder bei Behördengängen werden in Cuxhaven verschiedene Projekte angeboten. So gibt es in diesem Jahr ab Juni ein „Interkulturelles Kompetenztraining“, in dem gelernt werden soll, sich mit der neuen kulturellen Vielfalt in Deutschland auseinander zu setzen.www.caritas-cuxhaven.de weiter
Bühne ohne Grenzen BREMERHAVEN. Ganz schön dick, das Stadttheater-Programmheft für die Spielzeit 2012/2013. Da hat man ordentlich was in der Hand, und neben faszinierenden Stillleben aus dem Innenleben des Gebäudes ist auch sonst eine Menge drin. „Ein altes Gebäude, aber ganz junges Theater“, meinte Kulturdezernent Dr. Rainer Paulenz. „Die kommende Saison wird bestimmt so spannend, wie die letzten beiden waren.“ weiter
SWB rutscht in die Verlustzone BREMEN. Wegen der Energiewende ist der Bremer Versorger SWB AG im vergangenen Jahr tief in die roten Zahlen gerutscht. 2011 betrug der Verlust gut 100 Millionen Euro, nachdem im Vorjahr noch ein Gewinn von mehr als 61 Millionen Euro ausgewiesen worden war, teilte das Unternehmen mit. Ausschlaggebend sei die Neubewertung des SWB-Anteils an den Stadtwerken Bielefeld und damit indirekt am Atomkraftwerk Grohnde nach dem Beschluss zum Ausstieg aus der Atomenergie. weiter