Landkreis Cuxhaven
Vier ziehen an einem Strang
KREIS CUXHAVEN (chb). Die vier Kommunen in der Leader-Region Wesermünde-Süd – die Gemeinden Loxstedt und Schiffdorf sowie die Samtgemeinden Hagen und Beverstedt – wollen in den Bereichen Naherholung, Tourismus und Kultur enger zusammenarbeiten. Dazu soll ein Konzept unter dem Arbeitstitel „Südliches Cuxland“ erarbeitet werden. Ein entsprechender Beschluss liegt zurzeit den politischen Gremien in den Kommunen vor. Der Planungs-, Wirtschaftsförderungs- und Tourismusausschuss der Gemeinde Loxstedt hat bereits zugestimmt.
Grundlage ist ein Projekt der Hochschule Bremen, in dem sich zehn Studenten aus den Studiengängen Tourismusmanagement und Angewandte Freizeitwissenschaft mit der Weiterentwicklung und Vernetzung der touristischen und kulturellen Angebote im südlichen Cuxland beschäftigt haben. Die Ergebnisse wurden im Juni vorgestellt. Felix Nikolaus, einer der Studenten, der zurzeit ein Praktikum bei den vier Südkreisgemeinden absolviert, präsentierte vergangene Woche noch einmal die wichtigsten Ergebnisse in Loxstedt.
„Wichtig ist es vor allem, eine gemeinsame Marke zu entwickeln. Diese könnte ‘südliches Cuxland‘ lauten“, meinte Nikolaus. Unter dieser Dachmarke müsste eine eigene Internetplattform geschaffen sowie das Informationsmaterial vereinheitlicht werden. Zudem sollte es ein gemeinsames Gästebettenverzeichnis geben.
Im Rahmen seines Praktikums arbeitet Nikolaus zurzeit als Test an einer ersten Kooperation: dem Monat der offenen Kultur. Dabei soll es im Monat November jedes Wochenende kulturelle Veranstaltungen in den vier Südkreiskommunen geben. „Bisher hatte ich eine gute Resonanz“, berichtete er. Weitere Ideen sind die Schaffung von gemeinsamen Rad-Höfen sowie die Veranstaltung einer überregionalen Fitnesstour „Triathlon“ durch die vier Kommunen.
Die weitere Arbeit an dem gemeinsamen Konzept soll über einen Steuerungsausschuss erfolgen. In diesem sind Hauptbeamte aller vier Kommunen vertreten, dazu kommen Akteure aus Kultur und Tourismus. „Der Ausschuss hat aber keine Entscheidungsgewalt. Die Ergebnisse müssen hinterher noch in den politischen Gremien der Mitgliedsgemeinden genehmigt werden“, erläuterte Loxstedts Bürgermeister Detlef Wellbrock.





