Stadt Bremerhaven

„Wir bleiben vor Ort“

Immer wieder war in den vergangenen Wochen spekuliert worden, durch die Reform der Bundesagentur für Arbeit käme es zu einer Ausgliederung der Arbeitslosengeldbezieher aus dem Altkreis Wesermünde in Richtung Cuxhaven, wo die künftig für den gesamten Landkreis Cuxhaven zuständige Agentur aus Stade eine Außenstelle betreibt. Am Freitag nun dementierten Dupák wie auch seine Stader Kollegin Dagmar Froelich (siehe nebenstehenden Text) erneut Pläne dieser Art.

„Wir bekennen uns zu einem kundennahen Service. Die persönlichen Ansprechpartner und das Dienstleistungsangebot bleiben vor Ort“, so Dupák. Klare Worte, mit denen der Agentur-Chef versucht, den Kunden vor Ort ihre Unsicherheit zu nehmen.

Sicher ist, dass die Bundesagentur für Arbeit (BA) dabei ist, im Zuge ihrer Reform Bezirke neu aufzuteilen und Landkreis- und Ländergrenzen anzupassen. „Daraus ergeben sich aber bei uns nur Änderungen in den Führungsstrukturen, den internen Abläufen und Bezeichnungen. Der Arbeitsuchende bekommt davon nichts mit“, so der Agenturchef.

Noch in der vergangenen Woche soll von der Bundesagentur für Arbeit aus Nürnberg der klare Wille zur Durchsetzung der „Kreisreform“ wie geplant gekommen sein. Das hatte erneut zu Mutmaßungen geführt, die mehr als 2000 Arbeitslosengeldbezieher aus dem Altkreis Wesermünde müssten zur Beratung zur Stader Außenstelle der Agentur nach Cuxhaven fahren. Dieses Verfahren hatte nicht nur bei den Betroffenen, sondern auch bei Arbeitnehmervertretungen und Kommunalpolitikern für Unmut gesorgt.

Laut Dupák besteht aber kein Grund zur Aufregung: „Die Neuorganisationspläne sind noch nicht entschieden. Eine endgültige Entscheidung über den zukünftigen regionalen Zuschnitt der Arbeitsagenturen wird der Verwaltungsrat der Bundesagentur nach enger Absprache mit den lokalen Verwaltungsausschüssen im Herbst treffen“, weiß der Agenturchef.

Dass diese Entscheidung keine zusätzlichen Belastungen für die Arbeitsuchenden aus dem Altkreis Wesermünde bedeutet, wünscht sich auch die Leiterin der Solidarischen Hilfe in Bremerhaven, Bärbel Kappus. „Die Ausgliederung nach Cuxhaven wäre unserer Meinung nach eine Katastrophe“, sagt sie.