Stadt Bremerhaven
Seebeck-Villa wird Schmuckstück
Mit dem Projekt Villa Seebeck reiht sich Hotellier Grothe in die Welle von Hotel-Neueröffnungen ein, die in diesem und im kommenden Jahr über die Seestadt schwappen wird.
Rothe hat die 1908 vom Werftbesitzer Georg Diedrich Seebeck erbaute Villa von Stäwog gekauft und hofft, dass die Entkernungs- und Sanierungsarbeiten kostenmäßig unter einer Million Euro bleiben. Im Erdgeschoss soll ein Café und Bistro entstehen, das den Gästen auf der verglasten Veranda und von der großzügigen Terrasse aus Geesteblick serviert.
Grothe ist optmistisch, dass diese Mitte Bremerhavens sicher gut entwickeln wird: „Wir haben jetzt die touristischen Leuchttürme, aber auch rundherum muss investiert und die Stadt aufgewertet werden.“ Umgeben von Hochschule, Theater und Kino sieht er die Villa Seebeck als idealen Standort für ein Bistro und die Stadtappartments. Dieses kleine Quartier könnte dann zu den interessantesten Ecken der Seestadt gehören. Die Straße Am Deich, mit den an die Grachtenbebauung Amsterdams angelehnten Weber-Häusern, ist es ohnehin schon.
Deutlich größer geht die Investorengemeinschaft mit Horst Wübben, Lutz Natusch und Walter Stöcker in den Bremerhavener Hotelmarkt. Schräg gegenüber des Comfort-Hotels (das wird auch von dem Trio betrieben) soll ein neue Herberge entstehen. Das moderne und luftige Design mit großen Glasflächen stammt von Architektin Iffi Wübben. Welchen Namen das Hotel tragen und welche Hotelkette es eventuell vermarkten wird, stehe, so Walter Stöcker, in Kürze fest. Der Baubeginn für das Hotel mit rund 85 Zimmern soll noch in diesem Jahr erfolgen.
Gastronom und Dehoga-Chef Lutz Natusch sieht den Markt hier im südlichen Bereich der Stadt noch nicht abgedeckt: „Der Fischereihafen boomt, und durch die Windkraftindustrie kommen noch mehr Firmen und Arbeitsplätze.“ Schon jetzt haben wir Übernachtungsnachfragen von Windkraft-Unternehmen für die nächsten beiden Jahre. Hotel-Investor Natusch: „Wir spüren den Aufwind hier aus erster Hand.“
Ein weiterer Hotelneubau im Design des Boardingshouses am Neuen Hafen errichtet derweil der Marina-Betreiber Imjaich direkt neben dem ersten Boardingshouse. 48 Zimmer entstehen hier auf vier Geschossen, denn die Nachfrage von Bootstouristen und Firmen habe sich prächtig entwickelt, betont Investor Hans Jaich.
Noch unklar ist, wann der Startschuss für ein Hotel direkt neben dem dann erweiterten Auswandererhaus fallen wird. Auswandererhaus-betreiber Andreas Heller wollte ursprünglich im Frühjahr beginnen, wird nun aber wohl erst nach Fertigstellung des Erweiterungsbaus mit dem Hotel starten.







